Tanklöschfahrzeug 8 (W)

 

Zu den Hauptaufgaben eines Tanklöschfahrzeuges gehören:

    - Bekämpfung von Entstehungsbränden, da es meist als erstes Löschfahrzeug ausrückt

- Die Aufnahme der Löscharbeiten mit dem mitgeführten Wasservorrat, bis eine Löschwasserversorgung über Schlauchleitungen gesichert ist

- Der Löschwassertransport über größere Entfernungen im Pendelverkehr

Es verfügt zur Durchführung dieser Aufgaben u.a. über eine Schnellangriffseinrichtung. Die Besatzung besteht aus einem Trupp oder einer Staffel.

Technische Daten:


 Typ Mercedes-Benz Unimog U 1300 L (Baumuster 435)
 Aufbau     Fa. Schlingmann
 Besatzung     3 (Selbständiger Trupp)
 Funkrufname     Florian Osterholz 14-20-7
 Kennzeichen OHZ-TZ 22
 Motor Typ OM 352 mit 96 kW (130 PS) bei 2800 U/min
 Hubraum 5638 ccm
 Getriebe vollsynchronisiertes Achtganggetriebe, alle Gänge auch rückwärts fahrbar
 zul. Gesamtgewicht 7,49 t
 Nutzlast 2,67 t
 Höchstgeschwindigkeit 80 km/h
 Erstzulassung 04.10.1979
 
Linke Fahrzeugseite:




2 Pressluftatmer + 2 Atemschutzmasken, 2 Reserveflaschen und 2 Atemschutzreservemasken, 6  C-Druckschläuche,
Werkzeugkasten, Beleuchtungsstativ, Bolzenschneider, 3 kVA Stromagregat, Verteiler, 2 Forsthelme, 2 Schnittschutzhosen, 50m Kabeltrommel, Motorsäge, 2  1000W Scheinwerfer

Rechte Fahrzeugseite:



40l Schaummittel, Zumischer, Schwerschaumrohr, Mittelschaumrohr, Schaumpistole für Schnellangriff, 4 B-Druckschläuche, Standrohr, Unterflurhydrantenschlüssel, 5m B-Druckschlauch, Brechstange

Fahrzeugrückseite


Sammelstück, Saugkorb, 4 A-Saugschläuche, Schnellangriffseinrichtung, Festeingebaute Feuerlöschkreiselpumpe 

 

Das TLF 8 (W) in Niedersachsen

Eine besondere Version des Norm-TLF 8/18 entstand unter dem Eindruck der Waldbrandkatastrophe von 1975 in Niedersachsen.

Nach der technischen Weisung Nr. 3 vom 17.12.1976 erließ der niedersächsische Innenminister Richtlinien über den Bau eines speziell für die Bekämpfung von Wald-, Moor- u. Heidebränden zugeschnittenen Gerätes.

Hinter der Typenbezeichnung TLF 8 (W) verbirgt sich ein abgewandeltes TLF 8/18 nach (mittlerweile zurückgezogener) DIN-Norm. Eine Dachluke über den Beifahrersitz mit Löschwasserzuführung gestattet die Wasserabgabe auf brennende Flächen vom fahrenden Wagen.


Außerdem wurden höhere Anforderungen an das Fahrwerk festgeschrieben:

 

-    Allradantrieb auf vier gleich große Räder

-    Niederdruckeinzelgeländereifen

-    Differentialsperre in Vorder- u. Hinterachse

-    Bodenfreiheit mind. 450 mm

-    Überhangwinkel vorne und hinten mind. 35°

-    Motorleistung 15 PS/t

                                                                                                                                                 TLF 8 (W) auf Unimog U 1550 L, Aufbau Fa. Schlingmann

 

Im Landkreis Osterholz verfügen die Ortsfeuerwehren Garlstedt, Leuchtenburg, Meyenburg

und Pennigbüttel über ein TLF 8 (W).